Biographie

Mit der Geige fängt alles an

Die gebürtige Schweizerin findet ihren Weg zum Gesang über ein Geigenstudium bei Aida Piraccini-Stucki (der Lehrerin von Anne-Sophie Mutter), das sie mit Orchester- und Konzertexamen abschließt.

Die Liebe zum Singen beginnt schon als kleines Kind und setzt sich über die gesamte Schulzeit und dem Geigenstudium fort mit Chorsingen in einem Laien- sowie einem professionellen Chor. Im Extrachor des Zürcher Opernhauses fallen dann die Würfel zu einem neuen Studium.

Als Sängerin wird sie von Prof. Judith Beckmann an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg ausgebildet, wirkt in dieser Zeit beim Chor des NDR Hamburg mit und schließt das Studium mit Auszeichnung ab.

 

 

Stationen

Ihr erstes Engagement führt Gabriela Künzler nach Bielefeld zu John Dew.

Über Stationen an den Städtischen Bühnen von Krefeld/Mönchengladbach und Münster kommt sie 1990 an das Hessische Staatstheater Wiesbaden, wo die Mezzosopranistin als langjähriges Ensemblemitglied eine Fülle von unterschiedlichen Rollen singt. In der freiberuflichen Zeit zwischen 2005 -2010 gastiert sie an verschiedenen Opernhäusern, u.a. in Halle, Frankfurt a.Main, in Görlitz, Düsseldorf und Karlsruhe; sie gibt Gesangsworkshops und Einzelunterricht, leitet den Vhs - Chor und bald darauf einen eigenen Kammerchor in Wiesbaden.

Seit 2012 gehört die Sängerin, die im klassischen Lied wie im Chanson gleichermassen zu Hause ist, die im Musical wie in der Oper den Rollen ihren prägnanten Charakter verleiht, zum Ensemble des Landestheaters Coburg. Sie war die Lola in G.Kreislers Lola Blau, die Czipra im Zigeunerbaron, die María in Piazollas María de Buenos Aires, die Ulrica in Verdis Maskenball, die Norma Desmon in Sunset Boulevard, die Herodias in Strauss'Salome, Marcellina in Figaros Hochzeit und v.a.m.

Unter der website www.landestheater-coburg.de finden Sie auch die Vorstellungstermine.

 

 

Stimmliche Entwicklung

Am Anfang ihrer Karriere stehen wichtige Rollen des lyrischen Fachs wie Cherubino, Hänsel, Rosina und Cenerentola.

Im Bereich der Barockoper bestreitet sie unter anderem den Nerone in Monteverdis Krönung der Poppea sowie die drei Titelpartien in einer überregional beachteten Händel-Trilogie, die auch als CD-Produktion erhältlich ist: Oreste, Rinaldo und Xeres.

Mit Partien wie Octavian im Rosenkavalier und Elisabetta in Maria Stuarda sowie Carmen, in der sie über mehrere Spielzeiten hin einen nachhaltigen Erfolg verzeichnete, mit Giulietta in Hoffmanns Erzählungen und Donna Elvira in Don Giovanni, vergrößert die Sängerin ihr stimmliches Spektum.

In den letzten Jahren erweiterte sie ihr Fach in Richtung dramatischer Mezzosopran und erarbeitet sich die Partie der Fricka in Die Walküren, der Kundry in Parsifal, sowie die Partie der Marie in Wozzeck.